
Das erste Konzert des Jahres 2026. Das zakk war sehr gut gefüllt – vorab hatte ich überhaupt keine Vorstellung, wieviele Leute die Woods of Birnam oder eben Christian Friedel bei ungemütlich winterlichen Außentemperaturen in den Club locken würden. Es waren eine Menge. Und es waren auch nicht unbedingt die üblichen Konzertbesucher, sondern eher Menschen, die ich auch beim Keramik-Mal-Kurs hätte treffen können.
Musikalisch holte mich der Abend zunächst nicht ab, die Musik sehr poppig und sehr elektronisch. Die Woods hatten die Musik zu einer Bühnenadaption des Romans Solaris von Lem beigesteuert. Es war gut, dass ich vorab meine Wissenslücke der Romanhandlung geschlossen hatte und so konnte ich die textlichen oder inhaltlichen Verweise erkennen. Irgendwann im Laufe des Abends, als die Töne mal raviger wurden oder auch mal sehr balladesk, hatte mich die Musik aber doch gepackt. Die allerletzte Zugabe, ein zu Herzen gehendes Liebeslied aus dem Soundtrack zur Serie Babylon Berlin, konnte ich schon nicht mehr bis zum Ende hören, weil ich die S-Bahn nicht verpassen wollte. Mit süßen Klängen im Ohr, der fesselnd hohen Kopfstimme Friedels, bin ich aus dem zakk wieder nach draußen in die Kälte geschlüpft. Und froh und ergriffen nach Hause gefahren.
